NEU bei DCS:         ROS-1

 

ROS-1 zählt zu den Rezeptortyrosinkinasen aus der Insulinrezeptorfamilie. In gesundem Gewebe ist die Expression von ROS-1 vereinzelt im Kleinhirn, Magen, Dick- und Dünndarm sowie den Nieren nachweisbar. Durch chromosomale Umlagerungen (Translokationen) kann es zur Bildung von ROS-1-Fusionsproteinen kommen, bei denen die Tyrosinkinase konstitutiv aktiv ist. Zu den ROS-1-Fusionspartnern gehören CD74, SLC34A2 sowie SDC4. Onkogene Transformationen kommen gehäuft beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) vor. Während im gesunden Lungengewebe das ROS-1-Protein nicht nachweisbar ist, können in 1-2% aller NSCLC-Patienten ROS-1-Translokationen detektiert werden. Diese Erkrankten könnten auf eine Therapie mit Tyrosinkinaseinhibitoren ansprechen.

 

 

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